Frostschutzberegnung in der landwirtschaftlichen Bewässerung
Nicht nur während des Sommers, auch im Frühjahr und Herbst zur Zeit der gefürchteten Fröste fällt der Beregnungsanlage die wichtige Aufgabe zu, die Pflanzen vor Schäden zu bewahren. Seit Jahren findet die Frostschutzberegnung als besonders wirksame Methode der Frostschadensverhütung größtes Interesse.
Schutzwirkung durch Erstarrungswärme
Die Schutzwirkung geht von der bei Umwandlung des Wassers in Eis frei werdenden Erstarrungswärme aus. Die beim Gefrieren von 1 cm³ Wasser frei werdende Wärmemenge von 80 cal reicht aus, um ein Absinken der Temperatur der vom gefrierenden Wasser umgebenen Pflanzenteile auf unterhalb von -0,5° C liegende Temperaturen zu vermeiden. Vorausgesetzt, dass eine dauernde Wärmezufuhr durch ständiges Gefrieren von Wasser erfolgt.
Wirksame Methode der Frostschadensverhütung
Zu diesem Zweck ist eine laufende Anfeuchtung der zu schützenden Pflanzenteile erforderlich. Die Frostschutzberegnung wird daher mit speziellen Langsamreger durchgeführt, welche unter Vermeidung unnötig hoher, die Struktur und den Wärme- und Wasserhaushalt des Bodens ungünstig beeinflussender Regengaben die Einhaltung der erforderlichen Regendichte von 2 – 3 mm/h entsprechend der Stärke des Frostes sowie der Art und dem Entwicklungszustand der zu schützenden Pflanzen gestatten.
Die Frostschutzberegnung kann mit Frostwarnanlagen ausgerüstet werden.